Die Osteopathie Ausbildung

Ausbildung Osteopathie

Was ist Osteopathie?

Die Osteopathie (altgriechisch: ostéon = Knochen und páthos = Leiden) ist ein eigenständiger Bereich der Alternativmedizin, mit dem bestimmte Krankheiten sehr gut und heilsam behandelt werden können. Sie bietet verschiedene befunderhebende und therapeutische Verfahren, die allesamt nur mit den bloßen Händen des Behandlers durchgeführt werden. Wir sprechen von einer manuellen Therapiemethode. Der US-amerikanische Arzt Andrew Taylor Still war es, der das Diagnose- und Therapiekonzept „Osteopathie“ entwickelte und 1885 den Begriff „osteopathy“ prägte.

Seit dem 1. Januar 2012 übernehmen in Deutschland die meisten gesetzlichen Krankenkassen einen Teil der osteopathischen Behandlungskosten für den Patienten. Dafür muss eine formlose ärztliche Bescheinigung der Notwendigkeit eingereicht werden, ebenso muss eine anerkannte berufliche Qualifikation des Behandlers, also des Osteopathen, bescheinigt sein. Fast alle privaten Krankenversicherungen übernehmen die Kosten von osteopathisch erbrachten Leistungen komplett.

Geschichte und Entwicklung der Osteopathie

  • Bone-Setting

    „Bone-Setting“ wurde zum ersten Mal Anfang des 17. Jahrhunderts eingesetzt. Das Einrichten von Knochen und Gelenken entwickelte sich in Europa. Schnell interessierte sich die Wissenschaft für diese neue Disziplin und ordnete sie der Chirurgie zu. Da es damals aber noch keine bildgebenden Verfahren gab, wie MRT oder Röntgen, mussten sich die Ärzte komplett auf den klinischen Befund verlassen. So beschäftigten sich die Mediziner mehr und mehr mit funktioneller Anatomie und gewannen an Wissen bezüglich Knochen, Bändern und der Muskulatur.

    Die damaligen „Bone-Setter“ erlangten rasch Popularität. Sie spezialisierten sich darauf, Gelenkfehlstellungen ertasten zu können. Derartige Gelenkfehlstellungen betrachteten sie stets als muskulär ausgelöst. In der Regel behandelten sie Patienten mit Luxationen oder Knochenbrüchen. Sie sahen sich als Alternativmediziner, nicht als Schulmediziner. 

    Der englische Arzt Wharton P. Hood zählte im 19. Jahrhundert zu den bekanntesten Bone-Settern weltweit. 1871 beschrieb er typische Handgrifftechniken bei Schmerzen der Wirbelsäule oder von Gelenken. Auch seine Ausführungen zu Indikationen, Kontraindikationen und Risiken haben bis heute ihren festen Platz in der großen Welt der Osteopathie.

  • Andrew Taylor Still

    Der Name, der am stärksten mit dem Begriff „Osteopathie“ verbunden ist, ist jedoch Andrew Taylor Still. Der US-Amerikaner, der von 1828 bis 1917 lebte und wirkte, kannte und beherrschte die Methode des Bone-Settings und entwickelte sie weiter. Er war offen für alle  wissenschaftliche Strömungen seiner Zeit und beschäftigte sich viel und intensiv mit der Darwinschen Evolutionstheorie sowie jener von John M. Neil über die Selbstheilungskräfte des Körpers.

    Der 22. Juni 1874 ging in die Geschichtsbücher als der Tag ein, an welchem Still der Allgemeinheit die Osteopathie als „neue Wissenschaft“ vorstellte. Boom – die Osteopathie schlug ein und verbreitete sich rasch. Der schottische Mediziner John M. Littlejohn (1867–1947) hielt große Stücke auf seinen Kollegen Still und griff dessen Konzept auf, jedoch richtete er es mehr auf die Physiologie aus, anstatt auf die Anatomie. Er setzte sich enorm für die Weiterverbreitung und die wissenschaftliche Anerkennung der Osteopathie ein und gründete 1917 in London, England die „British School of Osteopathy“.

  • William Garner Sutherland

    Auch William Garner Sutherland, der von 1873 bis 1954 lebte, war ein großer Befürworter des osteopathischen Systems von Andrew T. Still. Sutherland war sogar Schüler von ihm. Er erweiterte dessen osteopathische Lehren und Anwendungen auf den Bereich des Schädels und gilt seither als Begründer der cranialen bzw. craniosacralen Osteopathie. John Upledger wiederum koppelte später diesen Bereich aus der Osteopathie aus und entwickelte ihn zur eigenständigen Craniosacral-Therapie weiter.

  • D. D. Palmer

    Ein weiterer wichtiger Name ist D. D. Palmer (1845–1913). Im Jahre 1893 besuchte er Still in Kirksville und beobachtete zwei Wochen lang den Meister bei der Arbeit. Er war fasziniert von den neuartigen manuellen Techniken der Osteopathie, erlernte sie und trug sie weiter in die Welt hinaus.

  • Verbreitung der Osteopathie

    Nachdem zuerst die USA in den Genuss der osteopathischen Heilmethode kam, war Großbritannien das zweite Land. Die Therapeuten Littlejohn und Stoddard sorgten dafür, dass die Engländer diese Methode kennen und lieben lernten.

  • Osteopathie in Deutschland

    Und was ist mit Deutschland? Wie kam die Osteopathie zu uns? Dem am 22. Dezember 1869 in Kraschen, Schlesien geborenen Pastor Gustav A. Zimmer wird dieser Verdienst zugeordnet. Er verweilte viele Jahre in Amerika, und als er 1927 nach Deutschland zurückkehrte, gründete und betrieb er in Dresden eine Ausbildungsstätte für Chiropraktik („chiropractic college“). Seine Schüler waren vor allem Heilpraktiker. Bis zu seinem Tod am 17. Dezember 1939 veröffentlichte er zahlreiche Bücher, u.a. in der Reihe „Bibliothek der neuen Heilmethoden“ das Werk „Osteopathische Massage – Leichtfassliche und praktische Anleitung für jedermann, nebst Anleitung zur diätetischen und milden Wasserbehandlung“.

    Der Nürnberger Heilpraktiker Willi Schmidt beschäftigte sich zeitlebens mit Osteopathie und übernahm 1959 die Leitung der Arbeitsgemeinschaft für Chiropraktik und Osteopathie in der DH mit Arbeitskreisen in allen Landesverbänden. Zeitgleich nahmen immer mehr deutsche Ärzte die manuelle Therapie mit in ihr Konzept auf. Heute zählt die Osteopathie – nicht nur in Deutschland – zu den wichtigsten und effektivsten Therapieverfahren überhaupt.

Die Osteopathie nach Andrew Taylor Still

Grundlagen und Theorie der Osteopathie

Andrew Taylor Stills Gedankengut, mit welchem er die Osteopathie entwickelte, ist philosophischer Herkunft. Als er in den Jahren 1860 bis 1875 forschte und neue therapeutische Ansätze ausprobierte, führte er stets Tagebuch und fertigte viele Notizen an; diese sind – heute betrachtet – schwer zu lesen, da er bislang unbekannte physiologische und immunologische Zusammenhänge mit seiner mechanistischen Sprache ausdrückte. Sein stark narrativer und philosophischer Wortcharakter erschwert genauere und tiefgreifende Verständniszusammenhänge und Quellenforschung bis heute.

Aber Still hatte einiges entdeckt und Revolutionäres festgestellt: Er betrachtete den Körper als Funktionseinheit, die durch eine dem Menschen innewohnende Intelligenz zur Selbstregulierung fähig sei. Sämtliche Körperfunktionen, so Still, hängen von der Entsorgung und der Versorgung durch das Nervensystem und das Gefäßsystem ab. Nur durch die Förderung und Aktivierung der Selbstheilungskräfte sei so Heilung körperlicher Leiden möglich.

Als Grundlage der „osteopathischen Theorie“ betrachtete Dr. Still die Erkenntnis, dass Störungen in einem Bereich sich auch auf andere Bereiche der Körpers auswirken und dort ebenso Schaden anrichten können. So entwickelte er eine Methode, mit der er über die Behandlung des Knochengerüstes und des Bewegungsapparates so gut wie alle Störungen des Organismus erreichen und beheben kann.

Dr. Stills Top 4 osteopathische Erkenntnisse

Dr. Andrew Taylor Stills Erkenntnisse

Arterien

Arterien sind essenziell wichtig für Gesundheit und Krankheit des Körpers.

Funktionseinnheit

Der Körper besteht zwar aus vielen Milliarden verschiedenen Einheiten und Zellen, und doch arbeitet er als Funktionseinheit und muss medizinisch als solche betrachtet werden.

Funktion & Körperstruktur

Die Funktion bestimmt die Körperstruktur, und die Körperstruktur bestimmt die Funktion.

Selbstheilung

Der Körper ist in der Lage, sich selbst zu regulieren und zu heilen, er trägt alles dazu Notwendige in sich.

  • Arterien

    Arterien sind essenziell wichtig für Gesundheit und Krankheit des Körpers.

  • Funktionseinnheit

    Der Körper besteht zwar aus vielen Milliarden verschiedenen Einheiten und Zellen, und doch arbeitet er als Funktionseinheit und muss medizinisch als solche betrachtet werden.

  • Funktion & Körperstruktur

    Die Funktion bestimmt die Körperstruktur, und die Körperstruktur bestimmt die Funktion.

  • Selbstheilung

    Der Körper ist in der Lage, sich selbst zu regulieren und zu heilen, er trägt alles dazu Notwendige in sich.

Weitere osteopathische Grundgedanken von Dr. Still

Alle Körperfunktionen der Versorgung und Entsorgung sind abhängig von Gefäßsystem und Nervensystem. Stör- oder Krankheitssymptome entstehen meist durch Arterienverkalkung, blockierte Gelenke oder verspannte Muskeln. Diese hemmen die Versorgung des Körpers durch den Blutkreislauf und beeinträchtigen das Lymphsystem. Bei Versorgungsstörungen ist es automatisch der Körper, der versucht, das Problem selbst zu regeln.

Die Grundspannung von Muskeln, Knochen und Gelenken kann der gut ausgebildete Osteopath mithilfe seiner Hände feststellen. Innerhalb der Anamnese kann er so gestörte Funktionen erkennen und später bei der Behandlung die Selbstheilungskräfte des Patienten derart aktivieren, dass der Körper sein Selbstheilungspotenzial voll ausschöpfen kann.

Osteopathen sind der Überzeugung, dass eine anatomisch möglichst perfekte Ausrichtung des muskuloskelettalen Systems sämtliche Störungen in Blut- und Lymphgefäßen beseitigen kann und ferner den Menschen in seinen optimalen Gesundheitszustand hineinführt.

Ideale Ausrichtung dank manipulativer Techniken

Verschiedene manipulative Techniken können – richtig eingesetzt – eine ideale Ausrichtung des muskuloskelettalen Systems erzielen. Extra für die osteopathische Arbeitsweise wurden eigene Techniken entwickelt: die parietale Osteopathie (von A. T. Still), die viszerale Osteopathie (von H. V. Hoover und M. D. Young) und die craniosakrale Osteopathie (von W. G. Sutherland und J. E. Upledger).

Die parietale Osteopathie wird angewandt vor allem bei Problemen des Bindegewebes, der Muskulatur und der Gelenke. Wenn es um innere Organe und deren bindegewebige Aufhängung geht, kommt die viszerale Osteopathie zum Einsatz. Bei inhärenten Rhythmen des Organismus wird die craniosakrale Osteopathie eingesetzt.

Sowohl Befunderhebung als auch Therapie erfolgen bei allen osteopathischen Anwendungen palpatorisch und orientieren sich an den jeweiligen Körperfunktionen und -strukturen des Patienten.

Behandlungstechniken

Faszien-Release-Techniken

Wenn Beschwerden tiefer liegen und durch Massagen oder Krankengymnastik nicht erfolgreich behandelt werden können, sind deren Ursachen in bindegewebigen, faszialen Verklebungen begründet. Gezielte osteopathische  Tiefengewebetechniken können hier gut helfen, da sie alle den Körper durchziehenden Fasziensysteme bearbeiten. So kann die Beweglichkeit des Bindegewebes verbessert werden, die Gelenke werden entlastet und vorhandene Blockaden können sich endlich lösen.

Faszien-Release-Techniken werden gerne eingesetzt bei Schmerzen und Bewegungseinschränkungen des Rückens, von Schulter und Nacken, Armen und Beinen. Auch akute Verletzungen wie Knöchelverstauchungen, Kniebeschwerden, Prellungen, Zerrungen und Hexenschuss sprechen sehr positiv auf diese Methode an, welche die Heilungsprozesse enorm beschleunigen kann. Aber auch bei chronischen Beschwerden wie zum Beispiel Tennisellenbogen, Karpaltunnelsyndrom oder Lumbalgie hat sich der Einsatz von Faszien-Release-Techniken bewährt.

Hinter dem Grundgedanken dieser körper­therapeutischen Einzelbehandlung steckt der Gedanke, dass über das wichtige Fasziensystem ausgleichend auf den Gesamtorganismus eingewirkt wird, um dem Körper so zu neuer Balance und Vitalität zu verhelfen. Weitere Vorteile: Gelenke werden entlastet und können sich regenerieren, blockierte Gelenke lösen und befreien sich, stereotype Bewegungsmuster werden aufgelöst und erlauben dem Körper, wieder natürliche einzusetzen.

Faszien Release Techniken

HVLA-Techniken

Auch SHVLAM genannt. Dies sind sogenannte high velocity low amplitude Manipulationstechniken. Hier geht es vor allem um die Beweglichkeits-Optimierung eines spinalen Bewegungssegments. Behandelt werden gezielt die arthrogenen Gelenke der Wirbelsäule.

HVLA-typisch ist der Einsatz einer schnellen therapeutischen Kraft von kurzer Dauer und kleinem Bewegungsausmaß innerhalb der anatomischen Bewegungsmöglichkeit eines Gelenkes. Mit dem Ziel, Restriktionen zu beheben und die physiologische Funktion des Körpers zu optimieren. Gleichzeitig wird die gestörte Homöostase unterstützt.

Diese auch Thrustmanipulation genannten Techniken können entweder mit kurzem oder mit langem Hebelarm ausgeführt werden. Bewegungsmechaniken der Körper können so wiederhergestellt, die lokale Durchblutung kann enorm verbessert werden. Auch somatische Dysfunktionen und Narben lassen sich korrigieren, Haltungs- und Balancestörungen positiv beeinflussen, was eine Harmonisierung der Energiebalance des Patienten nach sich zieht.

HVLA Techniken

General Osteopathic Treatment

Das sogenannte GOT-Konzept ist wichtiger Teil der traditionellen Osteopathie und war eine der ersten Techniken in der osteopathischen Entwicklung. Das General Osteopathic Treatment ist ein rhythmisch mobilisierendes Konzept, das jeder angehende Osteopath schon in den ersten Unterrichtseinheiten kennenlernt, später erlernt und im künftigen Praxisalltag  beherrschen sollte.

Im GOT ist ein einfühlender, schonender und respektierender Umgang mit dem Gewebe oberste Pflicht. Wichtige Stichworte sind Balancepunkt und Gewebebarriere. Leider verlieren viele Osteopathie-Studenten das GOT im Laufe ihrer Ausbildung und Tätigkeit aus den Augen, da ihnen parietale, viszerale, fasziale und kraniale Techniken als die Top 4 vorgesetzt werden. Das General Osteopathic Treatment beruht nicht nur auf Anatomie, sondern auch auf Funktionalität. Um die osteopathische Dysfunktion zu beheben, wird das innere Milieu  mit den TBA-Prinzipien des langen Hebels, der Routine (aneinander gekoppelte Techniken), des angewandten Rhythmus und der Anpassung an den Patienten optimal vorbereitet. Nur dann kann die osteopathische Korrektur langfristigen Erfolg haben. Dafür steht das GOT: Stabilität.

So effektiv dieses System auch ist, so wenig Fachliteratur existiert leider auch. Das Bekannteste ist das GOT-Konzept nach Dr. John Martin Littlejohn, einem Schüler Dr. Stills. Eine komplette, umfassende Untersuchung und Behandlung des Patienten besteht aus verschiedenen Routinen, in der Gesamtheit „Total Body Adjustment“ genannt.  Gefundene Dysfunktionen werden hierbei spezifisch, akkurat und intensiv behandelt, immer im Kontext der Ganzheitlichkeit des Menschen.

John Wernham, ein Schüler Dr. Littlejohns, prägte den Begriff des Total Body Adjustments und gab vier Routinen vor, allgemeingültige Grundprinzipien der osteopathischen Therapie eines Patienten: Ganzheitlichkeit, Autoregulation, Bewegung, Interaktion von Struktur und Funktion.

Muskel-Energie-Techniken (MET)

Bei diesen manuellen Techniken wird die Muskulatur des Körpers über isometrische oder isotonische Widerstände behandelt. Der Patient erhält den Auftrag, seine Muskeln auf Kommando aus einer vorher definierten Ruheposition in eine spezifische Richtung zu bewegen. Geschieht dies, drückt der Therapeut dagegen an. So ist eine gezielte Ansteuerung und Behandlung der Muskulatur möglich.

Mit MET können verhärtete Strukturen und Blockaden gelöst, Gelenke mobilisiert, Funktionen sowie die muskuläre Koordination verbessert und Schmerzlinderung erzielt werden. Bei den Muskel-Energie-Techniken werden blockierte Gelenke an der Bewegungssperre eingestellt. Dadurch kommt es zu einer reflektorischen Entspannung der örtlichen Muskulatur, was die Bewegungsbarriere sich verschieben und das Gelenkspiel vergrößern lässt. Am Ende der Funktionskette sind so schmerzfreie Bewegungen endlich wieder möglich.

MET sind Teil der osteopathischen Tradition und eng mit dem Namen Fred Mitchell sen. verbunden. Der Osteopath gilt als Erfinder der Muskel-Energie-Techniken, später entwickelten seine  Söhne das Konzept weiter. MET sind heute ein probates Mittel, um Muskeln zu dehnen, zu stärken und zu entspannen, um die normale Muskel- und Gelenkbeweglichkeit des Patienten wieder herzustellen.

Muskel Energie Techniken (MET)

Osteopathie im Kopfbereich

Diese Form wird craniosakrale Osteopathie (Wortherkunft: lat. cranium = Schädel; os sacrum = Steißbein) genannt und hat den Ruf, als hervorragendes alternatives Heilverfahren die klassische Schulmedizin gut ergänzen zu können. Die manuelle Behandlungstechnik ist ein fester Bestandteil jeder Osteopathieschule und wurde von William Sutherland, Schüler des Begründers der Osteopathie, Andrew Taylor Still, entwickelt. Es war der Beginn des 20. Jahrhunderts, als Sutherland behauptete, es gebe zwischen fest verbundenen Knochen eine gewisse Beweglichkeit. Zur damaligen Zeit eine völlig neue Betrachtungsweise, die viele Kollegen ablehnten.

Doch der amerikanische Osteopath John Upledger glaubte an diese Theorie und erforschte von nun an das Zusammenspiel zwischen Hirn- und Rückenmarkshäuten sowie zwischen Schädel und Wirbelsäule. Er kam zu der Überzeugung, dass der Therapeut ein rhythmisches Pulsieren der Gehirnflüssigkeit ertasten und diese mit bestimmten osteopathischen Techniken beeinflussen kann. So führte er die Arbeit Sutherlands fort und prägte im Laufe der Jahre das Wissen und die Techniken der craniosakralen Therapie. In dieser versucht der Osteopath, die körpereigenen Rhythmen des Patienten zu ertasten. Möglich wird dies durch das (Er)Fühlen der Eigenbewegung von Gehirn und Rückenmarkshäuten sowie durch Verschiebungen und Pulsieren der Flüssigkeit, die Gehirn und Rückenmark umgibt. Diese Flüssigkeit wird Liquor oder Nervenwasser genannt.

Craniosacrale Osteopathie
Craniosacrale Osteopathie
Craniosacrale Osteopathie

Das Hauptziel craniosakraler Techniken ist es, sämtliche Blockaden der natürlichen Bewegungsspielräume aufzuspüren und diese therapeutisch zu beseitigen. Wenn so die ursprüngliche Beweglichkeit von Gewebe und Organen wiederhergestellt werden kann, bessern sich die Symptome schlagartig: Betroffene, bisher schmerzhafte oder gestörte Körperregionen entspannen sich, Beschwerden reduzieren sich oder verschwinden sogar gänzlich, die Gewebespannung reduziert sich deutlich und fühlbar.

Eine craniosakrale Sitzung beginnt in Rückenlage, der Therapeut sitzt am Kopfende und tastet mit bestimmten Handgriffen und Techniken Kopf und Halswirbelsäule des Patienten ab. Hierbei spürt er die körpereigenen Rhythmen, Verspannungen sowie Blockaden. Diagnostik und Therapie gehen ineinander über. Die Manipulationen (craniosakrale Techniken) werden von Fingern und Handflächen mit wohl dosiertem, geringem Druck und Zug auf die Schädelknochen ausgeführt, sodass sich die Gewebeblockaden und -verspannungen im Körper lösen können.

Indikationen sind vor allem funktionelle Störungen, also Problemfälle, bei denen Muskeln, Organe und Gewebe nicht geschädigt sind, aber deren Funktion eingeschränkt ist. Typische Anwendungsgebiete sind der episodische Spannungskopfschmerz, Migräne sowie Dysfunktionen des Kiefergelenks. Zahlreiche Osteopathen bescheinigen dem Verfahren sehr gute Erfolge.

Viszerale Techniken

Mit „viszeral“ sind die Organe im Bauchbereich gemeint, die über Bänder an Wirbelsäule, Zwerchfell und sonstigen Strukturen befestigt sind und sich im Wechselspiel gegenseitig stabilisieren. Ein Organ ist dann gesund und funktioniert fehlerfrei, wenn optimale Durchblutung, Beweglichkeit und eine offene nervale Versorgung gewährleistet sind. Ist dies nicht der Fall, entstehen Störbilder und Krankheiten.

Ein interessantes Teilgebiet der Osteopathie ist die viszerale Therapieform. Betroffene, geschwächte Organe des Brust-, Bauch- und Beckenraums sowie das zugehörige Binde- und Fasziengewebe stehen im Mittelpunkt der Behandlung. Da genannte Körperpartien eine direkte Verbindung zum Nervensystem haben, außerdem den Bewegungsapparat und die Blutversorgung mitbeeinflussen, können Störungen und Einschränkungen in deren Funktion und Beweglichkeit schwerwiegend Konsequenzen haben. 

Geschwächte Körperpartien beeinflussen die Organe. Geschwächt bedeutet, dass diese z.B. durch falsche Haltungsmuster, nicht entstörte Narben, akute oder chronische Entzündungen sowie durch traumatische Erlebnisse (Unfälle, OPs, emotionale Schocks) ins Krankheitsmilieu geraten und es dadurch zu Funktionsstörungen von Organen kommen kann. Auch Verklebungen oder Verspannungen können dafür verantwortlich sein. Spiegelverkehrt: Aber auch die Dysfunktion eines Organs kann den Bewegungsapparat negativ triggern und u.a. Nervenirritationen, lokale Verspannungen oder unangebrachte, ungesunde Haltungsmuster bewirken.

Sanfte manuelle, viszerale Techniken können hier gut helfen und diese Einschränkungen beheben. Bei erfolgreicher Behandlung sind schon bald wieder die natürlichen Bewegungen der Mobilität und die Motilität der Organe möglich. Auch das umliegende Bindegewebe kann sich regenerieren und seine Funktion wieder voll und ganz erfüllen. Das Heilsystem kommt in Gang, die Durchblutung verbessert sich, das Nervensystem wird gestärkt.

Viszerale Techniken

Strain / Counterstrain

Anfang des 20. Jahrhunderts war es der Osteopath Dr. Lawrence Jones aus Oregon, USA, der in langjähriger Forschungsarbeit die sanfte Behandlungsmethode „Strain / Counterstrain“ entwickelte. Er fand heraus, dass blockierte Gelenke oder schmerzende Muskeln am besten behandelt werden können, wenn diese in genau die Position gebracht werden, den der jeweilige Körperteil im Moment der entscheidenden Verletzung beim ersten Schmerzimpuls eingenommen hat.

Die ersten Patienten, die er dahingehend therapierte, berichteten über eine erstaunliche Linderung. Wichtig dabei ist, dass die herbeigeführte „Verletzungsposition“ mit fachtherapeutischer Unterstützung korrekt ausgeführt und langsam vom Patienten eingenommen wird. Sonst kann es zu Schädigungen kommen. Hier wird klar, dass der Strain / Counterstrain Anwender ein Könner seines Fachs sein muss.

Dr. Jones definierte auch sogenannte Tenderpoints. Damit sind bestimmte Punkte am Körper gemeint, die im Zusammenhang mit Blockaden von Gelenken oder Wirbeln empfindlich bis stark schmerzhaft sind. Wie ein Detektiv spürte er diese Punkte am Patientenkörper auf und behandelte sie gezielt in einer dem Empfänger bequemen Position. Schon nach kurzer Zeit stellte er auch hier deutliche Schmerzminderung fest.

Um die Methode besser verstehen zu können, hier ein praktisches Beispiel: Nach langem Bücken entsteht beim schnellen Aufrichten ein plötzlicher Schmerz im Rücken. Die Rückenstrecker-Muskeln ziehen dabei ruckartig an (strain) und drücken gegen die Hüftbeugemuskeln, die mit Gegenzug (counterstrain) antworten. Ergebnis: Ein  erhöhter Tonus, eine Verkürzung der Hüftbeugemuskeln und Schmerzprojektion in die Rückenstrecker hinein.

Aufgrund der Schmerzen kommt es beim Betroffenen zu einer ungesunden Schonhaltung.  Über Strain / Counterstrain findet der Therapeut schnell und zuverlässig die tenderpoints (Schmerzpunkte), die in diesem Fall in den Hüftbeugern liegen, und behandelt diese in der gebeugten Stellung, die unmittelbar vor dem ersten Schmerzreiz bestand.

Der große Vorteil dieser Methode ist, dass die Muskelspindeln neu programmiert werden, wodurch sich die erhöhte (schmerzhafte) Spannung reduziert. Die Bewegungsrückkehr erfolgt langsam und passiv. Wenn Strain / Counterstrain gut funktioniert hat, ist eine Bewegung in jede Richtung wieder möglich, die Schmerzen sind deutlich reduziert oder sogar komplett verschwunden. Die Selbstheilungskräfte des Körpers wurden – wie in der Homöopathie – erfolgreich angeregt.

Die Methode Strain / Counterstrain wird immer beliebter, da ihr Konzept – und das ist ein wichtiger Punkt für jeden Patienten – angenehm ist: Sie arbeitet ausschließlich mit indirekten, völlig schmerzfreien Techniken. Bei manuellen Techniken hingegen werden blockierte Wirbel direkt nach links oder rechts, zurück zur Mitte hin, mobilisiert oder manipuliert. Verkürzte Muskeln werden gedehnt oder massiert. Bei Strain / Counterstrain passiert genau das Gegenteil: Der z. B. linksrotierte Wirbel wird noch mehr in die Linksrotation gebracht, der verkürzte Muskel noch mehr verkürzt. Dann wird die optimale Position eingenommen, und kurz darauf kommt es im besten Fall zur Spontanlösung des Problems.

Vorteile der Strain / Counterstrain Osteopathie sind:

  • Sie hilft bei alle akuten sowie chronischen Beschwerden des Bewegungsapparates
  • Sie ist schmerzfrei und sanft, nur wenige Kontraindikationen
  • Die körperliche Besserung ist sofort wahrnehmbar
  • Die Behandlung  funktioniert zuverlässig durch Befunderhebung und vorangegangene systematische Untersuchung
  • Anwendbar auch bei akuten Traumen sowie bei sehr ängstlichen Patienten
  • Gut kombinierbar mit anderen Therapiemethoden und -ansätzen

Besondere osteopathische Einsatzgebiete

Kinderosteopathie

Die Kinderosteopathie ist ein wichtiger Zweig der Osteopathie und mittlerweile ein eigenes Berufsbild, auf das sich viele Behandler spezialisiert haben. Der ausgebildete Kinderosteopath therapiert Störungen im craniosakralen System bei Säuglingen und Kleinkindern. In diesem Alter ist der Körper sehr empfänglich für osteopathische Korrekturen. Schädelasymmetrien, die ggf. durch Geburtstraumata entstanden sind, können sehr effektiv behandelt werden. Gleichzeitig wird dadurch gefährlichen Dysfunktionen wie Skoliosen, quälenden Vedauungsstörungen oder Entwicklungsverzögerungen entgegengewirkt.

Die Osteopathie hat längst begriffen und erforscht, dass ihre Methoden die gesunde Entwicklung von Kindern fördert und auf sanfte Weise notwendige Korrekturen erzielen kann. Die einzelnen Handgriffe werden dabei stets besonders sanft ausgeführt und an das wachsende Gewebe angepasst. Vor allem dann ist die Kinderosteopathie gefragt, wenn die Beschwerden der Kleinen nach schulmedizinischen Tests keinen klaren Befund ergeben. Ebenso, wenn Beschwerden drohen sich zu chronifizieren. Bevor dies passiert, kann die Kinderosteopathie wirkungsvoll helfen.

Häufig schreiende oder weinende Kinder haben oftmals versteckte Auslöser dafür, z.B. Fehlstellungen im Wirbelapparat oder im Gelenkapparat, Schmerzen wo auch immer oder psychosomatische Symptome. Die Geburt ist ein heftiges Ereignis, und durch die enormen  Zug- und Druckkräfte, die auf den kleinen Körper einwirken, kann es zu verschiedensten Blockaden, z.B. eines Wirbelsäulengelenkes, kommen. Diese kann der Oeteopath mit Spezialisierung auf den Baby- und Kindeskörper schnell erkennen und professionell lösen.

Der Kinderosteopath lernt in seiner Fachausbildung  die unterschiedlichen körperlichen, geistigen, sensorischen, emotionalen und neurologischen Entwicklungsstufen des Kindes genau kennen. Dies ermöglicht ihm ein spezifisches Werken. Mit seinem geschulten Blick und Tastsinn kann er so Störungen der normalen embryologischen und fetalen Entwicklung sowie im Schwangerschaftsverlauf gut erkennen und behandeln.

Viele Neugeborene haben Probleme mit bestimmten  Körperfunktionen wie selbständiges Atmen oder der Nahrungsaufnahme. Der pädiatrisch arbeitende Osteopath kann mit seinen sanften Techniken dem Baby dabei helfen, diese Umstellung zu meistern. Auch ein besseres Gleichgewicht und ein höheres Wohlbefinden sind realisierbar. Da Babys und Kleinkinder noch nicht in unserer Sprache sprechen und uns noch nicht deutlich vermitteln können, wo sie der Schuh drückt, ist die sorgfältige Überprüfung des gesamten Körpers ein wichtiger Faktor der kinderosteopathischen Behandlung. Oftmals reichen eine oder zwei Sitzungen aus, um die Problematiken erkennen und korrigieren zu können.

 

Kinderosteopathie

Die häufigen Indikationen für eine pädiatrische Behandlung sind:

  • Allergien aller Art
  • Emotionale Traumata, die z.B. unmittelbar vor, nach oder während der Geburt entstanden sind
  • Entwicklungsverzögerungen wie ADS oder Lernschwierigkeiten
  • Jegliche Schwangerschafts- und Geburtskomplikationen
  • Kieferfehlstellungen
  • Schädelasymmetrien
  • Urogenitalbeschwerden
  • Verdauungsprobleme
  • Wachstumsstörungen

Osteopathie wirkt auch positiv auf die Psyche

Wer kennt das nicht: Atemnot, Herzrasen, Schwindel und Kopfschmerzen, wenn man psychisch stark belastet und unter Druck ist. Oder Schlafstörungen, wenn man zu viel grübelt. Konstante innere Unruhe, Verdauungsstörungen, Hautprobleme, ein Kloß im Hals – all dies kann Folge von psychischer Belastung sein.

Die Osteopathie wirkt nicht nur körperlich, sondern spricht auch die Psyche an. Sie kann dabei helfen, aus einer emotionalen Starre herauszukommen. Diese geniale Behandlungsmethode sieht den Menschen ganzheitlich, daher ist auch das Gleichgewicht und eine Regulierung unserer Systeme oberstes Ziel. Durchblutung, hormonelles, vegetatives, zentrales Nervensystem und Immunsystem sollen und können mit der Osteopathie gleichermaßen harmonisiert werden, was die Mechanismen der Selbstregulation aktiviert. 

Die Psyche nutzt, um sich zu verkörpern, als Ausdruckswerkzeug – neben dem Nervensystem – auch Hormone und Neurotransmitter. Emotionale Erlebnisse sind stark gekoppelt mit der Ausschüttung bestimmter Substanzen. Dass das Hormonsystem direkte Auswirkungen auf unsere Psyche hat, ist belegt und kann jeder nachvollziehen. Beispiel Sport, Beispiel Verlieben.  

Unsere Gefühle sprechen aber auch unser Immunsystem an. Dauerstress bewirkt eine Ausschüttung von Adrenalin und Noradrenalin, die CRH-ACTH Stress-Achse wird aktiviert und schüttet vermehrt die Mineralkortikoide Aldosteron, Glukokortikoide und Kortisol aus, die auch immunsuppressiv wirken und uns infektionsanfälliger macht.

Werden Kortisol und Adrenalin über eine längere Zeit hinweg ausgeschüttet, begünstigt dies Krankheiten wie Diabetes, Fibromyalgie, Arteriosklerose und Magen-Darm-Geschwüre. Zudem kommt es zu einer Verschlechterung kognitiver und körperlicher Funktionen. Zu viel Dauerstress endet häufig im Burnout.  

Nun zum Magen-Darm-Trakt. Wissenschaftler haben herausgefunden, dass Darmbakterien auch die Psyche mit beeinflussen. Der Darm hat also auch einen enormen Einfluss auf unsere Emotionen und Gefühle.

Die Osteopathie hat mit ihrer Methodik in Diagnostik und Behandlung die Möglichkeit, alle genannten Körpersysteme anzusprechen, positiv zu beeinflussen und die körperliche Selbstregulierung anzuregen.  Somatisierungen (= die Psyche zeigt sich auf körperlicher Ebene) können mit der Osteopathie gut in den Griff bekommen werden. Auch bei Stress, Mobbing und familiären Spannungen kann sie gut helfen und Blockaden lösen. Weitere interessante Einsatzgebiete sind Trauerbegleitung und Prüfungsangst.

Das sagen Patienten

  • Manni J., Braunschweig

    „Als langjähriger Büromensch tut mir seit Jahren der Rücken weh. Kein Wunder, wenn man acht Stunden jeden Tag am Stück nur sitzt. Meine Schmerzen sind chronisch geworden, leider. Der Schulmediziner, bei dem ich war, verordnete nur harte Medikamente gegen die Schmerzen. Über meine Physiotherapeutin kam ich zur Osteopathie. Und muss sagen: Eine geile Sache! Die Rückenschmerzen haben sich um über 70 Prozent gebessert, nach drei Behandlungen. Nun gehe ich einmal monatlich fix zum Osteopathen, und meinem Rücken geht es echt gut wieder. Fast wie neu.“

  • Bernhard R., Kempten

    „Durch falsche Haltungsmuster hat sich mein Körper über die Zeit verformt und wurde schmerzhaft. Es kam zu gröberen Funktionsstörungen von wichtigen Organen. Nach vielen Jahren unbefriedigender Therapieerlebnisse versuchte ich zuletzt die Osteopathie. Diese sanfte manuelle Therapie konnte mir gut helfen. Ich bin wieder deutlich beweglicher geworden, habe kaum noch Schmerzen. Ein Hoch auf die Osteo!“

  • Eva R., Freudenstadt

    „Nach einem schweren Treppensturz sollte ich am Rücken operiert werden. Ich suchte verzweifelt nach Alternativen. Mir wurde eine renommierte Osteopathin empfohlen, für die ich zwei Stunden Fahrt in Kauf nahm. Nach sechs Terminen stand fest: Ich kann mir die OP ersparen! Die Schmerzsymptome gingen zwischen den Behandlungseinheiten deutlich zurück, der Körper heilte sich selbst. Sie arbeitete sehr sanft und ganzheitlich. Ich habe sie und die Methode sofort weiterempfohlen.“

  • Claudia L., Herzogenaurach

    „Ein brutaler Hexenschuss legte mich lahm. Ich hatte zwei Optionen: Eine Spritze vom Orthopäden oder auf meine beste Freundin hören, die mir zu einem Osteopathen riet. Ich schleppte mich mit letzter Kraft zum Osteopathen … und ging schmerzfrei wieder raus! Seine gezielte manuelle Arbeit löste das Problem in Minutenschnelle. Sollte ich irgendwann mal wieder einen Hexenschuss erleiden, weiß ich, wo ich hin muss.“

  • Hilde G., Stephanskirchen

    „Mein erster Besuch bei einer Osteopathin war der Anfang meiner Gesundung. Nach zahlreichen Operationen nach einem Autounfall, der mich fast das Leben kostete, lebte ich über vier Jahre lang mit starken Schmerzen und wurde berufsunfähig. Nichts ging mehr. Ich quälte mich auf und quälte mich ins Bett. Wurde sogar schmerzmittelabhängig. Schulmedizinisch galt ich als austherapiert. Ich hatte jegliche Hoffnung auf Besserung bereits aufgegeben. Über eine Empfehlung landete ich bei der Osteopathie. Ich versuchte es. Schon nach Sitzung 1 spürte ich, hier tut sich etwas! Nach drei Einheiten ging es mir 25 Prozent besser als zuvor. Nun, nach fünf Monaten regelmäßiger Osteopathie, bin ich wiedergeboren. Ich arbeite wieder, Teilzeit, und kann sogar wieder Joggen. Ohne meine Osteopathin wäre das ein Ding der Unmöglichkeit. Daher schwöre ich auf diese Therapiemethode und kann sie bestens Herzens weiterempfehlen!“

  • Anna-Lena M., Mühlhausen

    „Da mein Ex-Mann so gute Erfahrungen mit ihr machte, landete auch ich bei der Osteopathie, als ich körperliche Probleme hatte. Mein Rücken tat weh. Die Schmerzen gingen nicht mehr weg. Nach einer dreiteiligen Osteopathie-Behandlung waren die Rückenschmerzen aufgelöst. Die Osteopathie ist sicher auch nur so gut wie ihr Behandler, was auf alles in dieser Welt zutrifft, aber wenn ich wieder Rückenschmerzen bekommen sollte, ist die Osteopathie meine Methode der Wahl.“

  • Andrea-M. B., Haidhausen

    „Nachdem in mein Dorf ein Osteopath zog und seine Praxis eröffnete, wurde ich neugierig. Schnell sprach sich herum, wie gut er sei und wie gut er helfen konnte. Als ich starke Schulterschmerzen bekam, wohl bedingt durch meine viele Arbeit am Computer, suchte ich ihn auf. Er war sehr nett und arbeitete echt sanft. Es tat gut. Die Schmerzen gingen rasch zurück. Nach der dritten Behandlung war ich schmerzfrei. Ich liebe die Osteopathie. Obwohl ich sonst sehr ungern in eine Praxis gehe und Angst vor Eingriffen an meinem Körper habe, der Osteopath hat mich überzeugt.“

  • Michael Maik M., Düsseldorf

    „Traumberuf! Mein Traumberuf! Wie ich ihn liebe! In meiner Praxis behandle ich vor allem Sportler, Leistungsathleten sowie Amateure. Und helfe ihnen, ihre körperlichen Wehwehchen in den Griff zu bekommen und sie topfit für den Wettkampf vorzubereiten. Die Osteopathie ist ein Geschenk der Götter. Ich hoffe, dass ihre Bedeutung auch im deutschen politischen Gesundheitswesen von Tag zu Tag weiter steigt.“

    Die Ausbildung zum Osteopathen

    Wer in Deutschland Osteopath werden möchte, kann sich an einer privaten Osteopathie-Schule ausbilden lassen. In der Regel findet die Ausbildung nebenberuflich statt. Studierende sind meistens Heilpraktiker, Physiotherapeuten oder Ärzte, die ihr Angebot erweitern, aber auch immer mehr Quereinsteiger, welche die Osteopathie von Grund auf erlernen und als eigenständiges Berufsbild umsetzen wollen.

    Der Unterricht ist eine ausgeklügelte Mischung aus reichlich Theorie und übender Praxis. Medizinische Grundlagenfächer wie Anatomie und Physiologie sind obligatorisch. Ebenso wird dem Erlernen der verschiedenen osteopathischen Techniken viel Zeit eingeräumt.

    Für einen erfolgreichen Abschluss müssen mindestens 1.350 Unterrichtstunden absolviert und nachgewiesen werden. Dann erfolgen eine Abschlussarbeit sowie eine Abschlussprüfung. Das Studium ist anspruchsvoll, aber machbar. Sie erlernen eine neue, überaus wirksame Form der Medizin, mit der Sie Ihre Patienten in deren Gesamtheit wahrnehmen und behandeln können.

    Osteopathie Ausbildung
    Da die Osteopathie in Deutschland als Heilkunde gilt, müssen Sie im Besitz einer Heilerlaubnis sein bzw. eine solche erwerben, um mit der Osteopathie arbeiten zu dürfen. Hier bietet sich der Heilpraktikerschein an. Viele angehende Osteopathen absolvieren parallel oder danach die Heilpraktiker-Ausbildung. Ein Abschluss dieser inkl. Prüfungserfolg garantiert Ihnen die Heilerlaubnis.

    Osteopath/in werden mit Paracelsus

    Die Paracelsus Schulen für Naturheilverfahren, im Jahre 1976 gegründet und längst Europas führendes Ausbildungsinstitut für Heilpraktiker und freie Therapieberufe, hat sich vor einigen Jahren bemüht, die Osteopathie mit in das Studienprogramm aufzunehmen.

    Nun steht die 30-monatige Ausbildung zum Osteopathen, die aufgrund unterschiedlicher Absolvierungsoptionen auch nebenberuflich durchführbar ist, ein riesengroßer Vorteil für die berufstätigen Anwärter. Zwei große und umfangreiche Module stehen auf dem Lehrplan: Osteopathie (OS) mit 810 Unterrichtsstunden sowie Medizinische Grundlagen (MG) mit 540 Unterrichtsstunden.
    In beiden wird der Lernende optimal in wichtiger Theorie und dynamischer Praxis auf seinen künftigen Beruf als Osteopath vorbereitet. Der Osteopathie-Unterricht findet bei Paracelsus überwiegend an den Wochenenden (Samstag und/oder Sonntag), in den Abendstunden wochentags und in einigen mehrtägigen Intensivblöcken statt.

    Osteopath werden mit Paracelsus

    Neueinsteiger ohne medizinische Vorbildung müssen beide Module absolvieren, um auf die geforderten 1.350 Unterrichtsstunden zu kommen. Dabei machen sie den Heilpraktiker gleich mit, denn die Zulassung als Heilpraktiker oder Arzt ist Voraussetzung für die eigenverantwortliche Ausübung der Osteopathie. Bereits Vorqualifizierte, wie Heilpraktiker, Ärzte oder Physiotherapeuten, belegen nur das Modul OS, um die Zusatzqualifikation in Osteopathie zu erhalten. Nach der Ausbildung nimmt der Verband Freier Osteopathen e.V. (VFO) die Abschlussprüfung ab.

    Die einzelnen Module im Detail:

    OSTEOPATHIE MODUL OS:

    30 Monate.

    Der Unterricht findet an Wochenenden statt, dazu kommen 34 Übungs-Nachmittage und 5 Intensiv-Wochen, jeweils Donnerstag bis Sonntag. Wer bereits über eine Heilpraktiker-Erlaubnis oder eine ärztliche Approbation verfügt, dem reicht dieses Modul.

    MEDIZINISCHE GRUNDLAGEN MODUL MG:

    30 Monate

    Unterrichtsteilnahme an der berufsbegleitenden Heilpraktiker-Basisausbildung (Abend-, Wochenend- oder Tagesstudium) muss nachgewiesen werden.

    OSTEOPATHIE PLUS HP V:

    Absolvierung des Moduls OS plus Heilpraktiker-Vollzeitstudium mit Unterricht Montag bis Donnerstag 9 bis 13 Uhr.

    OSTEOPATHIE PLUS HP T:

    Absolvierung des Moduls OS plus Heilpraktiker-Tagesstudium mit Unterricht zweimal wochentags 9 bis 13 Uhr.

    Lerninhalte der Paracelsus Osteopathie-Ausbildung

    Wer sich auf den Weg macht, Osteopath zu werden, der ist an den Paracelsus Schulen für Naturheilverfahren genau richtig. Die Osteopathie-Ausbildung von Paracelsus beinhaltet alle wichtigen Theorie- und Praxisblöcke, die wir hier kurz vorstellen:  

    • Craniale Osteopathie – Arbeit am Schädel und an der Wirbelsäule: Von Erspüren über Befunden bis zum Behandeln des Schädels und dessen Verbindung zum Sacrum sowie des Liquorsystems finden diese Therapieansätze auf körperlicher und emotionaler Ebene gleichsam statt.
    • Fasziale Osteopathie – Arbeit am Bindegewebe: Sämtliche Faszienstrukturen und deren Bewegungsmöglichkeiten werden zuerst ertastet, dann lassen sich mit speziellen osteopathischen Techniken die Selbstheilungskräfte der Körpers (re)aktivieren. Hierbei kommt es zur Lösung von Verklebungen und einer Wiederherstellung des körperlich-seelischen Gleichgewichtes.
    • Parietale Osteopathie – Arbeit am Bewegungsapparat: Es wird gelernt, Dysfunktionen und Mobilitätseinschränkungen der Gelenke, Knochen, Muskeln, Bänder und Faszien zu spüren, und diese Blockaden mit osteopathischen Techniken zielsicher zu lösen.
    • Viszerale Osteopathie – Arbeit an inneren Organen: Mobilitäts- und Motilitätsstörungen der Organe und ihren umliegenden Strukturen werden genau ertastet und entsprechend behandelt.
    • Kinderosteopathie: Um Kinder gut und sicher osteopathisch therapieren zu können, bedarf es vertiefter und spezifischer Kenntnisse der funktionellen Anatomie, der Embryologie und der speziellen Pathologie dieser Patientengruppe. Sie erlernen Diagnose und höchsteffektive Techniken, um strukturellen und funktionellen Dysfunktionen beim Säugling und bei Kindern entgegenwirken zu können.
    • Generelle und spezielle osteopathische Techniken: Konzeptübergreifende osteopathische Methoden wie die Jones-Techniken, Kiefergelenk-Osteopathie und andere erweitern Ihren Wissensschatz und Ihr Behandlungsspektrum.
    • Medizinische Grundlagen: Der Schlüssel überhaupt. Um die Zertifizierung vom Verband Freier Osteopathen e.V. zu erhalten, muss auch die Belegung sämtlicher Pflichtstunden der Fachgruppe Medizinische Grundlagen nachgewiesen werden. Inhalte dieser sind u.a.: Anatomie, Physiologie, Pathophysiologie, Embryologie, Bewegungsapparat, Biomechanik, Innere Medizin, Meldepflichtige Erkrankungen, Infektionsschutzgesetz, Geschlechtsorgane, Urologie, Neurologie, Psychiatrie, Bildgebende Verfahren, Grundlagen Pharmakologie, Labordiagnostik, Differentialdiagnostik, Notfallmaßnahmen, Berufs- und Gesetzeskunde, Berufsethik.
    • Praktische Anwendung, Fallstudien, Übungen:  Ein weiteres Herzstück der Paracelsus-Osteopathie-Ausbildung. Getreu dem Motto ´Übung macht den Meister´ wird fleißig Hand angelegt. Jeder Griff, jede einzelne Technik muss sitzen. Daher wird viel praktisch geübt und das zuvor vermittelte Wissen so kontrolliert in die Praxis umgesetzt. Zahlreiche Fallstudien bereichern das Lernen und helfen den angehenden Osteopathen, erste echte Praxiserfahrung zu sammeln.

    FAQ Osteopathie

    Wann ist es sinnvoll, eine osteopathische Behandlung anzustreben?

    Da die Osteopathie eine ganzheitliche Heilmethode ist, ist sie immer eine spannende Option. Egal ob als Unterstützung einer laufenden Therapie oder als eigenständige Behandlung. Selbst der Gesunde kann sie präventiv (primär oder sekundär) gegen Krankheiten nutzen.

    Ist die Osteopathie universell bei allen Krankheiten einsetzbar und sinnvoll? Und wo sind ihre Grenzen?

    Die Osteopathie ist immer dann sinnvoll, solange die Selbstheilungskräfte des Körpers aktiv sind oder reaktiviert werden können. Sie ist eine Ergänzung zur Schulmedizin, keine reine Alternative. Schwere Krankheiten, chronische oder akute, können dennoch begleitend osteopathisch behandelt werden. Auch bei strukturellen Veränderungen an Gelenken oder Organen kann die Osteopathie die Lebensqualität des Patienten verbessern. Kontraindikationen sind Herzinfarkt, Schlaganfall, also lebensbedrohliche Notfälle, akute Infektionen mit Bakterien oder Viren, Brüche, psychische Erkrankungen sowie offene Wunden.

    Was ist der Unterschied zwischen der Osteopathie auf der einen und Chirotherapie / Chiropraktik auf der anderen Seite?

    In der Chiropraktik werden stärkere Hebel zum Lösen von Blockaden genutzt, was nicht ganz ungefährlich ist, schmerzhaft sein kann und bei manchen Krankheitsbildern ein Kontra darstellt. Der Osteopath arbeitet sanfter und ganzheitlicher, sowohl in der Anamnese als auch in der Behandlung.

    Arbeitet ein Osteopath immer mit derselben Technik?

    Nein. Der gut ausgebildete Osteopath verfügt über eine Vielzahl verschiedener osteopathischer Behandlungsmethoden und Grifftechniken. Je nach Patient und den gesundheitlichen Problemen, die dieser mitbringt, stellt er sein individuelles Behandlungskonzept zusammen.

    Welcher Arzt kann die Osteopathie verschreiben oder verordnen?

    Generell jeder, unabhängig von seiner Fachrichtung. Er stellt eine Überweisung oder eine Empfehlung für eine osteopathische Behandlung aus.

    Wenn ich einen osteopathischen Behandlungstermin habe, wie viele Minuten zuvor soll ich in der Praxis sein?

    Mindestens 15 Minuten vor Behandlungsbeginn. Im Wartezimmer kommen Sie ein paar Minuten zur Ruhe, ehe die Behandlung beginnt. Sie sollen auf Toilette gehen, der Stress darf sich abbauen, Sie gehen entspannter in die Behandlung hinein. So kann der Osteopath intensiver arbeiten und kommt noch besser an tieferliegende Verspannungen und Blockaden.

    Kann ich den osteopathischen Behandlungserfolg positiv unterstützen?

    Ja. Seien Sie, wie bereits erwähnt, ca. 15 Minuten vor dem Termin in der Praxis, um anzukommen. Tragen Sie bei der Behandlung bequeme Wohlfühlkleidung. Trinken Sie vor und nach der Osteopathie genügend Wasser, am besten stilles. Ruhen Sie sich nach der Therapie gut aus und gehen Sie etwas früher als sonst schlafen.

    Wie lange dauert es, bis sich nach osteopathischer Behandlung deutliche Verbesserungen der Probleme zeigen?

    Bei manchen bewirkt schon die erste Therapie enorme Genesungsfortschritte. Spätestens aber nach 4-5 Einheiten sollten Sie spüren, ob die Osteopathie bei Ihnen wirkt und Ihre Schmerzen weniger geworden sind. Die Regeneration chronischer Probleme dauert in der Regel etwas länger als die akuter Beschwerden, vor allem dann, wenn sie dauerhaft sein und bleiben soll.

    Ist Osteopathie auch während der Schwangerschaft möglich?

    Ja. Sehr sanft wird hier gearbeitet, um das Baby im Mutterleib zu schützen. Viele Schwangere berichten nach einer osteopathischen Behandlung von einem deutlich besseren Allgemeinzustand. Oftmals verschwinden typische lästige Schwangerschaftssymptome. Zudem kann die Osteopathie die Mutter gut auf die Geburt vorbereiten.

    Wie funktioniert Osteopathie am Baby? Besteht hierbei Verletzungsgefahr?

    Sie brauchen sich nicht zu sorgen. Ihr Baby ist beim gut ausgebildeten Osteopathen in besten Händen. Der Behandlungsablauf ist sehr sanft. Dies ermöglicht es dem Baby, seinen Stress und seine Verspannungen abzubauen. Es erfährt dabei eine wohlige Entspannung.

    Gibt es eine Altersbeschränkung, bis wann Menschen osteopathisch therapiert werden können / dürfen?

    Nein, der Einsatz der Osteopathie ist vom Säugling bis ins hohe Alter und in jeder Konstitution möglich.

    Wussten Sie schon …? Auch hier kann Osteopathie helfen

    Kopfschmerzen
    3 von 4 Deutschen leiden unter anfallsweisen oder chronischen Kopfschmerzen, 5 Prozent sind täglich akut betroffen. Eine Reizung der schmerzempfindlichen Kopforgane macht ihnen das Leben schwer. Meist werden Tabletten und Medikamente genommen, um den Schmerz zu unterdrücken, zu betäuben und um funktionieren  und arbeiten zu können. 90 Prozent aller Kopfschmerzerkrankungen machen die primären Kopfschmerzformen Migräne und Spannungskopfschmerzen aus. Für den sekundären Kopfschmerz ist meist eine craniomandibuläre Dysfunktion verantwortlich, wobei durch Fehlstellung von Zähnen und Kiefer Verspannungen entstehen, die dann zu Kopfschmerzen und/oder Rückenschmerzen führen.

    WS-Syndrom
    Diese mechanischen Wirbelgelenksstörungen bewirken plötzlich auftretende und stechende Schmerzen in allen Bereichen der Wirbelsäule. Dazu kommt es zu Bewegungseinschränkungen sowie einem Spasmus der anliegenden Muskulatur.

    Sportverletzungen
    Durch schnelle und druckvolle Bewegungen entstehen beim Sportler am Ansatz zum Knochen Entzündungen der Sehne, wodurch diese schlecht durchblutet wird. Der Abheilungsprozess dauert in der Regel an, da bei erneuter Belastung wieder kleine Einrisse geschehen. Die Stabilität des Gewebes wird so weiter geschwächt. Die Tendinitis wird häufig chronisch und entwickelt nicht selten auch eine Periostitis (Knochenhautentzündung).

    Menstruationsbeschwerden
    Unterbauchschmerzen und Dysmenorrhoe können während der weiblichen Tage auftreten. Der krampfartige Unterbauchschmerz gilt als Leitsymptom dieser Beschwerdegruppe.

    Arthrose
    Der uns alle früher oder später aufsuchende Gelenkverschleiß. Ein Übermaß an Belastung (sportlich oder zu gewichtig) sowie angeborene oder traumatisch bedingte Ursachen fördern jenen Abbauprozess. Die Arthrose kann auch die Folge einer anderen Erkrankung sein. Alle möglichen Gelenke sind anfällig, vor allem das Kniegelenk. In Deutschland leiden aktuell über 5 Millionen Menschen an Arthrose, Tendenz stark steigend. Weltweit ist sie die häufigste Gelenkerkrankung.  Eine anfängliche Knorpelschädigung lässt tangentiale Fissuren entstehen. Der hyaline Knorpel wird dann durch Granulationsgewebe und minderwertigeren Faserknorpel ersetzt. Weiter treten Ulcerationen auf, die Bindegewebe und Chondrozyten proliferieren. Letzten Endes flacht die Knochenplatte des Gelenkes ab und es bilden sich Randwülste am Knochen.

    Wissenschaftlich belegt: Osteopathie hilft!

    Zahlreiche Studien existieren, welche die Wirksamkeit der Osteopathie belegen. Stellvertretend stellen wir Ihnen eine von H. Franke, J. D. Franke und G. Fryer vor, die im September 2014 im namhaften englischen Fachjournal „BMC Musculoskeletal Disorders“ erschienen ist. Sie ist statistisch signifikant, klinisch relevant, und belegt, dass die Osteopathie bei unspezifischen Rückenschmerzen hilft.

    Helge Franke, Jan David Franke und Gary Fryer, allesamt renommierte Osteopathen, wollten herausfinden, wie wirksam eine osteopathische Therapie bei erwachsenen Patienten mit unspezifischen Rückenschmerzen ist. Prüfparameter waren die Faktoren erfolgreiche Schmerzabnahme, funktioneller Status (= Fähigkeit des Patienten, Alltagstätigkeiten ohne Einschränkungen absolvieren zu können) sowie mögliche Nebenwirkungen.

    Die Übersichtsstudie bestand aus 15 Studien mit über 1.500 Teilnehmern. Im Detail: 10 Studien betrachteten die Osteopathie-Wirksamkeit bei unspezifischen Rückenschmerzen, 3 Studien prüften die Erfolgsquote bei Rückenschmerzen von Schwangeren, 2 Studien beschäftigten sich mit dem Thema Rückenschmerzen von Frauen nach der Geburt ihres Kindes.

    3 Monate nach Studienbeginn wurde ausgewertet, mit folgenden Ergebnissen: Die osteopathische Therapie verbesserte akute und chronische Rückenschmerzen allgemein, Rückenschmerzen bei Schwangeren und Frauen nach der Geburt ihres Kindes enorm, ebenso den funktionellen Status.  Der Behandlungserfolg konnte klar der osteopathischen Behandlung zugeordnet werden. Ernste Nebenwirkungen wurden keine beobachtet.

    Seit 2009 verdichtet sich die Studienlage in der Osteopathie zunehmend, mit sehr positiven Ergebnissen. Eine Langzeitauswertung der BKK Advita Krankenkasser, die über 4 Jahre lang  untersuchte, wie sich bei osteopathisch behandelten Versicherten die Kosten für Arzneimittel, Hospitalaufenthalte, Arztbesuche, Heil- und Hilfsmittel entwickelt haben, ergab Einsparungen von sage und schreibe 15 Prozent.

    Erfolgs- und Verdienst-Aussichten

    Wer sich heute für die Osteopathie als Beruf entscheidet, trifft eine sehr gute Wahl. Denn: Die Osteopathie boomt! Dieser Trend hält bereits seit vielen Jahren an und wird sich weiter verstärken. Längst haben sich Osteopathen im deutschen Gesundheitssystem etabliert und profitieren von dem enormen Interesse der Bevölkerung an dieser sanften und dennoch hochwirksamen Behandlungsmethode. 

    Auch Schulmediziner zeigen sich zunehmend aufgeschlossener. Viele bilden sich selbst zum Osteopath weiter, andere kooperieren mit osteopathischen Kollegen in der Region. Ein guter Osteopath wird Erfolg haben und kann sehr gutes Geld verdienen. Wer in sich selbst und die Osteopathie-Ausbildung investiert, hat schon zum Berufseinstieg viele Türen offen. Der Run nach guten Osteopathen ist enorm. Eine eigene osteopathische Praxis ist ebenso möglich wie die Festanstellung in einer Praxisgemeinschaft, einem Gesundheitszentrum oder einer Klinik. Die meisten Osteopathen arbeiten Vollzeit, was beweist, dass man mit der Ausübung dieses Berufes seinen Lebensunterhalt prima verdienen kann.

    Da immer mehr Frauen sowie Männer durch das viele Sitzen körperliche und gesundheitliche Probleme entwickeln, Stichwort „Büro-Mensch“, Rücken, Bandscheiben, Wirbelsäule etc., sind alle dies Indikationen für den Osteopathen. Der heutige Mensch benötigt eine sanfte manuelle Therapie, um den körperunfreundlichen und -widrigen Arbeitsbedingungen der modernen Welt entgegenzuwirken.

    Wer eine top Osteopathie-Ausbildung genossen hat und sich fit macht im Bereich der Praxisführung und des -managements, wer engagiert und hilfsbereit, leidenschaftlich gerne seinen Beruf ausübt und Patienten auf empathischer Ebene begegnet, kann sich über einen riesigen Zulauf freuen. Viele beeindruckende Erfolgsgeschichten tragen sich durch die bewährte Mund-zu-Mund-Propaganda und Empfehlungen der kurierten Patienten weiter und verhelfen Ihnen nicht nur zu einem guten Ruf, sondern auch zu weiteren neuen Patienten.

    Das sagen Osteopathen

    • Robert M., München

      „Aufgrund einer schwereren Sportverletzung im Fußball vor vielen Jahren hatte ich zwei Knieoperationen mit anfolgender Reha. Doch Schmerzen blieben. Nach einigen Arztbesuchen konnte mich schließlich ein Osteopath schmerzfrei machen. Ich erweiterte mein soeben begonnenes Heilpraktiker-Studium und ließ mich parallel auch zum Osteopathen ausbilden. Ich glaube felsenfest an diese manuelle Therapiemethode, schließlich habe ich ihre Erfolge an meinem eigenen Körper kennengelernt. Nun behandle ich meine Patientinnen und Patienten danach; mit Naturheilkunde und Osteopathie in Kombi lassen sich hervorragende Therapiefortschritte und Genesungsprozesse erzielen.“

    • Nadja, T., Gummersbach

      „Mein Vater ist selbst Osteopath, und ich habe als junges Mädchen schon viel von der Materie mitbekommen. Es war irgendwie selbstverständlich, dass ich in seine Fußstapfen trete, da ich – ebenso wie er – Menschen schmerzfrei und somit glücklicher machen wollte. Meine jetzige Praxistätigkeit möchte ich nicht missen. Ich habe mich auf die Behandlung chronischer Beschwerden spezialisiert und kann da helfen, wo die Schulmedizin ihre Grenzen erreicht hat.“

    • Karl-Heinz M., Rostock

      „Als der Osteopathie-Boom nach Deutschland kam, sprang ich als einer der Ersten auf den vielen noch unbekannten Zug auf. Was in Amerika eine längst anerkannte und beliebte Therapiemethode ist, entwickelte sich hier in Deutschland nach und nach zu einer ebensolchen. Mein Fazit nach vielen erfolgreichen Praxisjahren bisher: Das Vermächtnis von Andrew Taylor Still ist in meinen Augen eines der bedeutendsten für die menschliche Gesundheit. Die Osteopathie ist mit ihren vielseitig einsetzbaren Techniken eine fantastische Methode, um Körper, Geist und Seele zu gesunden.“

    • Mesut K., Leipzig

      „Der Siegeszug der Osteopathie hat längst begonnen.  Hunderte wissenschaftliche Studien belegen die hervorragenden Methoden dieser sanften manuellen Behandlungstechnik. Nicht umsonst schwören meine Patientinnen und Patienten ebenso wie ich auf die Osteopathie und kommen immer, wenn sie körperlich der Schuh wo drückt – am Rücken, am Becken, an den Knien oder den Schultern –  zu mir oder meinen Praxiskollegen. Mit dem osteopathischen Diagnose- und Behandlungskoffer schaffen wir so schnell einen Rückgang der Schmerzsymptome und eine Zunahme der Lebensqualität.“

    • Maik B., Kaiserslautern

      „Nach fünf Jahren in eigener Praxis ziehe ich folgenden Schluss: Der Berufswechsel vom Bankkaufmann zum Osteopathen war die beste Entscheidung meines Lebens! Gesundheitlich angeschlagenen Mitmenschen helfen zu können, erfüllt mich zutiefst. Schon früher wollte ich Therapeut werden, doch meine Eltern bestanden auf einen klassischen Beruf. Klassisch war der Bankkaufmann, aber für mich nicht klasse. Diese Eigenschaft trifft umso mehr auf meine jetzige Tätigkeit als Osteopath zu. Was gibt es Schöneres, als abends ins Bett zu gehen und den Behandlungstag Revue passieren zu lassen, mit den vielen glücklichen und dankbaren Gesichtern meiner Patientinnen und Patienten nach der Behandlung?“

    • Anna H., Mechernich

      „Als Diplom-Psychologin war und ist die Traumatherapie einer meiner Arbeitsschwerpunkte. Doch ich erkannte, dass nicht alle Traumata über Gesprächstherapie aufgelöst werden können. Wie eng Geist und Körper tatsächlich zusammenhängen und sich gegenseitig beeinflussen, wurde mir in einer Fortbildung klar. Ich suchte nach neuen Wegen und gelangte zur Osteopathie. Als mir bewusst war, dass diese Methode ebenfalls Traumata lösen kann, psychische wie physische, meldete ich mich sofort zur Osteopathie- und Heilpraktiker-Ausbildung an. In den bisherigen Praxisblöcken habe ich schon so viele einmalige Erlebnisse mit der Osteopathie gehabt, dass ich genau weiß, dass dies der richtige Weg für mich ist. In einem halben Jahr schließe ich die Ausbildung ab und werde dann meine Traumatherapie noch ganzheitlicher anbieten und durchführen können.“

    • Dr. med. Ferdinand G., Villingen

      „Zuerst stand ich der Osteopathie skeptisch gegenüber. Welch neuer Trend aus den USA das wohl wieder ist, dachte ich mir. Als Arzt nutzte ich aber dieses Fortbildungsangebot meines Trägers und stellte schnell fest, dass die Osteopathie ein sehr stimmiges System ist. Nun bilde ich mich – neben meiner Arbeit in der Klinik – zum Osteopathen weiter. Ich überlege, in ein paar Jahren eventuell komplett umzusatteln, da ich von der Methode überzeugt bin, sie wissenschaftlich fundiert ist und ich damit viel Gutes bewirken kann.“

    • Michael Maik M., Düsseldorf

      „Traumberuf! Mein Traumberuf! Wie ich ihn liebe! In meiner Praxis behandle ich vor allem Sportler, Leistungsathleten sowie Amateure. Und helfe ihnen, ihre körperlichen Wehwehchen in den Griff zu bekommen und sie topfit für den Wettkampf vorzubereiten. Die Osteopathie ist ein Geschenk der Götter. Ich hoffe, dass ihre Bedeutung auch im deutschen politischen Gesundheitswesen von Tag zu Tag weiter steigt.“

      Der Verband Freier Osteopathen

      Der Berufsverband für Osteopathen fördert mit aktiver aktiver Öffentlichkeitsarbeit die Akzeptanz dieser wirkungsvollen ganzheitlichen Diagnose- und Therapiemethode und betreibt die Anerkennung der Osteopathie als eigenständige Heilkunde und des Berufs des Osteopathen bei den Leistungsträgern und staatlichen Instanzen.

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